Am Rande stiller Harzer Wälder,
wo Nebel durch die Tannen zieht,
da flüstert leise aus den Feldern
ein Quell, der alte Wunder sieht.
Der Jungbrunnen von Bad Harzburg,
verborgen tief im grünen Grund,
schenkt Wanderern mit kühlem Wasser
Erholung für Herz, Geist und Mund.
Wo einst nur still die Kuhle lag,
vom Zahn der Zeit oft übersehn,
entstand im Jahre 2003
etwas Wunderschönes anzusehn.
Aus einer Kuhle wurde Schönheit,
die freundlich heute jedem lacht
und Bad Harzburgs schönes Stadtbild
noch heller, stolzer, glänzend macht.
Die lustigen Figuren dort
erzählen manche alte Mär,
von Harzer Sagen, frohen Zeiten
und Menschen, die man liebt so sehr.
Die guten Geister oben drauf
bewachen still des Brunnens Pracht,
während der Lüftchen-Deubel leise
das klare Wasser sprudelnd macht.
Und Herzog Julius steht daneben,
mit würd’gem Blick, doch froh gestimmt,
wie er aus alter Harzer Quelle
den vollen Krug zufrieden nimmt.
Dort rauscht die Radau voller Leben,
der Wind trägt Harzduft weit hinaus,
und selbst die Sorgen, schwer und träge,
verlieren still den Weg nach Haus.
Wer dort verweilt im Morgenschimmer,
spürt neue Kraft in jedem Schritt,
als nähm die Zeit für einen Augenblick
die Last der müden Jahre mit.
So lebt der Brunnen nicht in Steinen,
nicht nur im klaren Quell allein –
er lebt in jenem tiefen Frieden,
den Harzer Wälder Herzen leih’n.